Historisches Bergwerk Bartholomäberg

Vorarlbergs einziges Schaubergwerk: 115 m in den St.-Anna-Stollen auf 1.300 m, wo seit keltischer Zeit Eisen, Kupfer und Silber abgebaut wurden – Führung nach Anmeldung.

ganzjährig 👨‍👩‍👧 Familienfreundlich 🌧️ Auch bei schlechtem Wetter

Hoch über dem Bartholomäberg, auf rund 1.300 m in der Flur Knappagruaba, liegt eines der besterhaltenen Bergbaureviere der Ostalpen: über 50 Halden und mehr als 30 verstürzte Stollenmundlöcher auf gut zwei Hektar. Grabungen der Universität Frankfurt haben gezeigt, dass hier seit der späten Keltenzeit im 4./3. Jahrhundert vor Christus Eisen und Kupfer gewonnen wurden, im Hochmittelalter kam Silber dazu, um 1600 endete der Abbau. Seit 2012 steht das Gelände als Kulturdenkmal im Denkmalbuch. Zwei Stollen wurden wieder freigelegt, und seit 2010 ist der St.-Anna-Stollen als einziges Schaubergwerk Vorarlbergs zugänglich: Mit Helm und Schutzjacke gehen Sie mit dem Guide rund 115 m in den Berg und erfahren, wie die Knappen bei Kerzenlicht arbeiteten. Die Führung dauert etwa 30 Minuten, drinnen sind es konstant 8 °C.

Führungen gibt es nur nach telefonischer Voranmeldung (+43 664 8403 596), für Gruppen ab vier Personen ganzjährig; das Tourismusbüro nannte zuletzt 15 € für Erwachsene und 7 € für Kinder bis 14 Jahre – bei der Anmeldung nachfragen. Der Treffpunkt ist am Stollen selbst: Von unserem Haus fahren Sie 17,2 km oder 27 Minuten bis zum Ende der Bergstraße, oder Sie gehen von der Barockkirche Bartholomäberg den Bergknappenweg in etwa 50 Minuten hinauf. Schöner noch ist die Rundtour von der Kristbergbahn über den Fritzensee zum Bergwerk und hinunter zur Kirche (8,7 km, etwa 3 Stunden).

🧭 Wegbeschreibung

Knappagruaba 3, Bartholomäberg (Ende der Bergstraße, ca. 1.300 m); zu Fuß ab „Bartholomäberg Kirche“ (Bus 640/641) über den Bergknappenweg ca. 50 Min.; kostenlose Parkplätze.

💡 Tipps & Einkehr

Feste Schuhe und eine warme Jacke mitnehmen – im Stollen sind es 8 °C, Helm und Schutzkleidung werden gestellt. Für Kinder ab dem Schulalter ein Abenteuer; kleine Kinder eher nicht. Kostenlose Parkplätze am Bergwerk.

Stand: 13.09.2026

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