Kapelle Maria Schnee

Wallfahrtskapelle auf dem Bühel über Gaschurn: 1637 von Lukas Tschofen gestiftet, mit bemaltem Gewölbe und einer seltenen Darstellung des Turiner Grabtuchs.

ganzjährig 🍼 Kinderwagentauglich 🌧️ Auch bei schlechtem Wetter
Kapelle Maria Schnee
Foto: Böhringer, CC BY-SA 3.0 at (Wikimedia Commons)

Auf einem kleinen Hügel über der Ill, dem Bühel, steht die Kapelle Maria Schnee auf 975 m – mit Holzschindeldach, Zwiebeltürmchen und einer Glocke aus dem Gründungsjahr. Gestiftet haben sie 1637 der Gaschurner Lukas Tschofen und seine Frau Anna Clawothin, der Überlieferung nach als Dank für die Genesung von schwerer Krankheit und für das Ende der Pest; geweiht wurde sie am 31. Dezember 1639. Der Name geht auf die Legende zurück, Tschofen habe gelobt, dort zu bauen, wo es im Sommer schneie. Im 17. Jahrhundert und noch einmal im 19. Jahrhundert wurde der Bau erweitert. Innen überrascht das dicht bemalte Tonnengewölbe mit Marmorimitationen, musizierenden Engeln und Gottvater; am roten Hochaltar steht eine Marienfigur, über dem Chorbogen die Namenspatrone Lukas und Anna, und aus dem 17. Jahrhundert stammt eine seltene Darstellung des Turiner Grabtuchs. Heute ist die Kapelle ein beliebter Ort für Hochzeiten und Taufen.

Von unserem Haus sind es 5,1 km oder 7 Minuten; Bus 650 hält in Gaschurn, von dort ein paar Minuten bergauf. Wir verbinden den Besuch mit dem Kulturspaziergang durch das Kirchdorf: Pfarrkirche, Tanzlaube, das Alpin- und Tourismusmuseum und die Lukas Tschofen Stube im Tourismusbüro liegen alle nah beieinander.

🧭 Wegbeschreibung

Lukas-Tschofen-Weg, Gaschurn-Kirchdorf; Bus 650 Haltestelle Gaschurn, dann wenige Minuten zu Fuß auf den Bühel; Parken im Dorfzentrum.

💡 Tipps & Einkehr

Eintritt frei; bei Hochzeiten und Andachten bitte Rücksicht nehmen. Der Bühel ist ein schöner Aussichtspunkt über Gaschurn – auch für einen kurzen Abendspaziergang.

Stand: 13.09.2026

Ähnliche Ziele