Maisäß-Landschaft & Montafonerhaus

Dreistufenwirtschaft Tal–Maisäß–Alpe seit dem Mittelalter: Hüttensiedlungen auf 1.200–1.600 m wie Garfrescha über unserem Haus, dazu der Montafonerhaus-Weg in Gortipohl.

Sommer · 5-10 👨‍👩‍👧 Familienfreundlich 🐕 Hunde erlaubt

Wer im Montafon wandert, läuft ständig durch Kulturlandschaft. Die Maisäße – Gruppen kleiner Hütten und Ställe auf gerodeten Wiesen zwischen etwa 1.200 und 1.600 m, unterhalb der Waldgrenze – sind die mittlere Stufe der Dreistufenwirtschaft: Im Mai zog die Familie mit dem Vieh vom Talhof hinauf, im Sommer weiter auf die Alpe über dem Wald, im Herbst zurück auf den Maisäß zum Heuen und erst dann ins Tal. Der Begriff ist in Vorarlberg seit 1380 belegt. Nach 1945 verlor diese Wirtschaftsform ihre Bedeutung, viele Hütten wurden Wochenendhäuser – doch das Bundesdenkmalamt hat ab 2000 im „Maisäßinventar Montafon“ jede Hütte aufgenommen, neun Bände stark. Das bekannteste Beispiel liegt direkt über unserem Haus: Garfrescha auf rund 1.500 m, im Sommer per Mautstraße oder Garfrescha-Bahn erreichbar, im Winter mitten im Skigebiet. Im Tal prägt das Montafonerhaus das Bild: vorne weiß verputzter Stein für Küche und Flur, hinten dunkle Blockwände aus Holz, ein flaches Schindeldach von 23 bis 25 Grad Neigung, innen die Stube mit Kachelofen und dem achteckigen Montafonertisch mit Schieferplatte.

Am besten erklärt das der Themenweg „Luaga, Losna und Stuna“ in Gortipohl: 3 km, etwa 1½ Stunden, fünf Stationen ab der Nikolauskirche, 1,8 km von unserem Haus. Auf den Alpen probieren Sie den Sura Kees, den mageren Montafoner Sauerkäse, dessen Herstellung hier seit 1240 dokumentiert ist.

🧭 Wegbeschreibung

Start des Themenwegs: Kuratienkirche St. Nikolaus, Gortipohl (Bus 650, 1,8 km vom Ferienhaus); Garfrescha: Garfrescha-Bahn 600 m vom Haus oder Mautstraße im Sommer.

💡 Tipps & Einkehr

Der Themenweg ist frei zugänglich und familientauglich; Montafon Tourismus bietet im Sommer geführte Kulturführungen an (Anmeldung bis Vortag). Maisäßhütten sind Privatbesitz – bitte nur von den Wegen aus betrachten, Hunde bei Weidevieh anleinen.

Stand: 13.09.2026

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