Friedhofskirche Vandans
Die alte Johanneskirche von Vandans: barock, mit Schindeldach und Zwiebelturm, 1960 aufgegeben, drei Jahrzehnte Ruine – und 1992 von den Vandansern gerettet.
Am Friedhof von Vandans stehen zwei Kirchen nebeneinander, und die ältere erzählt die interessantere Geschichte. Aus einer 1479 erwähnten Kapelle wurde 1519 eine Kaplanei der Mutterkirche Tschagguns, 1614 vergrößerte man sie zur Kirche, 1651 wurde Vandans eigene Pfarre. Ihre heutige barocke Form mit Langhaus, eingezogenem Chor, Holzschindeldach und einem Turm, der vom Quadrat ins Achteck übergeht und eine Zwiebelhaube trägt, erhielt die Johanneskirche ab 1777 unter Baumeister Josef Burtscher; die Deckenbilder malte Anton Marte 1922. Als 1960 die neue Pfarrkirche fertig war, wurde die alte ausgeräumt und verfiel drei Jahrzehnte lang. Erst ein Komitee aus dem Dorf setzte 1988 die Rettung durch – am ersten Adventsonntag 1992 wurde sie neu geweiht und dient seither als Friedhofs- und Begräbniskirche. 2020 sorgte sie noch einmal für Schlagzeilen, als in der vergoldeten Turmkugel eine vermeintliche Jakobus-Reliquie gefunden wurde.
Von unserem Haus sind es 14,2 km oder 18 Minuten; mit dem Bus 650 nach Schruns und weiter mit der Montafonerbahn bis Bahnhof Vandans. Wir empfehlen, beide Kirchen zusammen anzusehen und danach den Aktionsraum Naturgefahren in der Dorfstraße oder die Golmerbahn in Latschau anzuschließen.
🧭 Wegbeschreibung
Franz-Bitschnau-Weg 8, Vandans (am Friedhof, neben der neuen Pfarrkirche); Montafonerbahn bis Vandans, 5 Gehminuten; Parken im Dorfzentrum.
💡 Tipps & Einkehr
Eintritt frei; die Kirche ist Begräbniskirche – bei Trauerfeiern bitte Abstand halten. Beide Kirchen liegen fünf Gehminuten vom Bahnhof Vandans.
Stand: 13.09.2026