Pfarrkirche Vandans
Eine der wenigen modernen Kirchen im Tal: achteckiger Zeltbau von Hans und Ingo Feßler (1959/60) mit farbigen Betonglasfenstern und freistehendem Glockenturm.
Wer im Montafon Barock erwartet, wird in Vandans überrascht: Die Pfarrkirche zum heiligen Johannes dem Täufer ist ein Bau der Nachkriegsmoderne. Weil das Dorf nach 1945 gewachsen war und die alte Kirche zu klein wurde, entwarfen die Architekten Hans und Ingo Feßler 1959/60 einen achteckigen Raum von rund 30 mal 28 m unter einem hohen, zeltartigen Dach – das Leitwort der Pfarre lautete „Seht das Zelt Gottes unter den Menschen“. Schmale, lamellenartig gesetzte Betonglasfenster tauchen den Raum in farbiges Licht; der Altar steht leicht erhöht und frei umschreitbar, der Boden davor ist abgesenkt. Ein schlanker Glockenturm wie ein Campanile steht in etwas Abstand zum Kirchenraum und trägt vier Glocken der Innsbrucker Gießerei Grassmayr, drei davon aus der alten Kirche. Das Kruzifix-Relief am Altar schuf der Bildhauer Josef Baumgartner, die Orgel baute Walcker 1961 mit 19 Registern. Die Kirche steht unter Denkmalschutz.
Von unserem Haus sind es 14,2 km oder 18 Minuten; per Bus 650 nach Schruns und mit der Montafonerbahn bis Vandans. Direkt daneben steht die alte Johanneskirche mit Zwiebelturm – der Gegensatz der beiden Bauten ist der eigentliche Reiz des Besuchs.
🧭 Wegbeschreibung
Franz-Bitschnau-Weg 10, Vandans; Montafonerbahn bis Bahnhof Vandans, 5 Gehminuten; Parken im Dorfzentrum.
💡 Tipps & Einkehr
Eintritt frei; Gottesdienstzeiten beim Pfarrverband Mittleres Montafon. Für Architekturinteressierte lohnt der Vergleich mit den modernen Kirchenbauten in Vorarlbergs Rheintal.
Stand: 13.09.2026