Münster Schruns
Die Jodokskirche am Kirchplatz, seit 2020 Münster: neuromanischer Saal von 1867 mit 42 m hohem Barockturm, Bertle-Fresken, Pflüger-Orgel und sechs neuen Glocken (2025).
Das Münster zum heiligen Jodok ist die Kirche im Zentrum von Schruns, am Kirchplatz zwischen Heimatmuseum, Gemeindeamt und dem Hotel Taube, in dem Ernest Hemingway die Winter 1924/25 und 1925/26 verbrachte. 1433 ist hier eine Kapelle erwähnt, 1503 wurde ein gotischer Bau geweiht; der 42 m hohe Turm mit Zwiebelhaube stammt von 1674 und überstand den Ortsbrand von 1682. Das heutige Langhaus entstand 1865 bis 1868 nach Plänen von Johann Mayer: ein neuromanischer Saal ohne Pfeiler, dessen Holzgewölbe rund 20 m überspannt. Ausgemalt hat ihn die Schrunser Malerfamilie Bertle – Franz und Jakob Bertle schufen 1873/74 die Chorfresken, Hans Bertle 1905 bis 1907 die fünf Deckenbilder mit Szenen aus dem Leben des heiligen Jodok. Die Orgel baute Pflüger 1988 mit 41 Registern im Gehäuse von 1867. Im Dezember 2025 wurden sechs neue Bronzeglocken der Gießerei Bachert geweiht; die Totenglocke von 1679 blieb. Seit dem 8. März 2020 trägt die Pfarrkirche den Titel Münster.
Von unserem Haus sind es 9,5 km oder 13 Minuten; Bus 650 und die Montafonerbahn halten am Bahnhof Schruns, von dort sind es wenige Minuten durch die Fußgängerzone. Wir empfehlen: Münster, dann das Heimatmuseum am selben Platz und ein Kaffee in der Taube mit Blick auf die Hemingway-Tafel.
🧭 Wegbeschreibung
Kirchplatz 1, Schruns; ab Bahnhof Schruns (Bus 650, Montafonerbahn) wenige Gehminuten durch die Fußgängerzone; Parkplätze im Zentrum gebührenpflichtig.
💡 Tipps & Einkehr
Eintritt frei; Gottesdienstordnung auf der Website des Pfarrverbands. Das Münster ist Konzertort der Montafoner Orgellandschaft – im Sommer lohnt ein Blick auf das Programm. Parken im Zentrum gebührenpflichtig, besser mit Bus oder Bahn.
Stand: 13.09.2026