Pfarrkirche Gantschier
Nachkriegsmoderne von Werner Pfeifer (1960–64): versetzte Baukörper, Betonglasfenster von Adolfo Winternitz, Mathis-Orgel von 2013 – Vorarlbergs jüngste Pfarre.
Gantschier, der Ortsteil von Bartholomäberg unten an der Ill zwischen Schruns und Vandans, bekam seine Kirche erst spät. Nach einer Notkirche von 1955 legte Bischof Bruno Wechner 1960 den Grundstein, zu Weihnachten 1964 wurde die dem heiligen Josef dem Arbeiter geweihte Kirche eingeweiht. Der Schrunser Architekt Werner Pfeifer entwarf zwei gegeneinander versetzte Baukörper mit Pultdach und einen freistehenden, campanileartigen Glockenturm. Das Licht kommt durch Betonglasfenster, die der peruanisch-österreichische Künstler Adolfo Winternitz 1962 entwarf; die Bronzetüren gestaltete Susana Polac. Dazwischen stehen ältere Stücke: barocke Figuren der Heiligen Nikolaus und Johannes Nepomuk aus der Witwer-Werkstatt (1790) und ein Kruzifix von Johann Ladner um 1770. Die Orgel baute Mathis aus Näfels 2013; im Jahr darauf kam eine 1.028 kg schwere Herz-Jesu-Glocke dazu. Kirchlich ist Gantschier ein Sonderfall: Erst 2013 wurde es zur 126. und damit jüngsten Pfarre der Diözese Feldkirch erhoben.
Von unserem Haus sind es 12,1 km oder 15 Minuten; Bus 641 hält an der Kirche. Wer moderne Sakralbauten mag, verbindet Gantschier mit der Zeltkirche in Vandans und der Kirche Latschau – drei Bauten der 1960er Jahre innerhalb weniger Kilometer.
🧭 Wegbeschreibung
Kirchstraße 2 (Portal-Adresse: Fichtenweg 2), Bartholomäberg-Gantschier; Bus 641 Haltestelle „Gantschier Kirche“; Parken beim Kirchenvorplatz.
💡 Tipps & Einkehr
Eintritt frei; Gottesdienstzeiten in der aktuellen Gottesdienstordnung des Pfarrverbands Mittleres Montafon. Der Ill-Radweg führt direkt an Gantschier vorbei.
Stand: 13.09.2026