Wallfahrtskapelle Vens

Das „Venser Bild“ über Vandans: 1613 während der Pest von Anna Planggin gelobt, mit drei Barockaltären, Reliefs aus dem frühen 16. Jahrhundert und Blick ins Tal.

ganzjährig 🍼 Kinderwagentauglich 🌧️ Auch bei schlechtem Wetter

Im Weiler Vens, am Hang über Vandans neben dem Ladritscherbach, steht eine der schönsten Kapellen des Montafons. 1613 wütete die Pest im Dorf – 180 Menschen sollen in drei Monaten gestorben sein –, und Anna Planggin aus Vens gelobte eine Kapelle zu Ehren Unserer Lieben Frau und des Pestheiligen Sebastian; Vens blieb der Überlieferung nach verschont. Noch im selben Jahr gebaut, wurde die Kapelle 1697 vergrößert und 1722 um das heutige Langhaus mit Empore erweitert; über der Sakristei sitzt ein achteckiges Türmchen mit Zwiebeldach, das Dach trägt seit 2013/14 neue Lärchenschindeln. Innen stehen drei Barockaltäre mit gewundenen, marmorierten Säulen; der Hochaltar von etwa 1697 trägt das Gnadenbild, eine Maria mit Kind um 1700. Deutlich älter sind ein Relief mit Christus und den zwölf Aposteln und Türreliefs der Heiligen Sebastian und Georg aus dem frühen 16. Jahrhundert, Figuren der Heiligen Antonius und Sebastian stammen von etwa 1630. Die kleine Glocke wurde 1698 gegossen, die größere 1769.

Von unserem Haus sind es 16 km oder 21 Minuten Fahrt; die Kapelle liegt am nördlichen Rand von Vens, oberhalb des Dorfs. In den Sommermonaten hält die Pfarre sonntags nachmittags Andachten – Termine beim Pfarrbüro Schruns. Wir empfehlen die Kapelle als Ziel eines Spaziergangs von Vandans hinauf, mit Blick über das äußere Montafon.

🧭 Wegbeschreibung

Untere Venserstraße 117, Vandans-Vens; von Vandans über die Venser Straße bergauf (ca. 2 km); zu Fuß vom Bahnhof Vandans ca. 30 bis 40 Min. bergauf.

💡 Tipps & Einkehr

Eintritt frei; ist die Kapelle verschlossen, lohnt trotzdem der Blick durch das Gitter und die Aussicht. Schmale Straße nach Vens – langsam fahren, wenige Parkplätze.

Stand: 13.09.2026

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